![]() ![]() ![]() Videos ![]() Videos ![]() Gallerien ![]() Gallerien ![]() ![]() Michael Amiet # 022 Enfield India, Bullet 500, Jg. 94 Gekauft in Indien / Selbstimport Unsere Mitglieder stellen sich vor anderes Mitglied Meine Frau Regina und ich haben 1992 unsere erste Indienreise unternommen. Damals war das mit den Enfields noch nicht populär und wir wussten noch nicht, wie sich das mit dem Kauf einer Bulltet verhält. Wir begannen unserer Reise in Madras, logisch, da werden die Motorräder ja auch gebaut. Es dauerte nicht allzulange, da hatten wir unsere funkelnagelneue 350'er! Unsere abenteuerliche Reise führte uns zuerst durch Südindien, wo wir interessante Besuche von ehemaligen Arbeitskolleginnen aus unserem Spital Liestal, welche aus Kerala stammen, erlebten. Weiter ging die Reise durch die Nilgiri Berge mit den eindrücklichen Teeplantagen und Naturparks, wo wir auch wild lebende Elefanten sahen. Nach einem Abstecher nach Goa und Bombay (heute Mumbai) erreichten wir Rajastan! Wir waren nun schon 4 1/2 Monate unterwegs und hatten über 10'000 Kilometer auf dem Tacho. In Delhi lernten wir glücklicherweise Lali Singh kennen, der unsere Maschine übernehmen wollte, wenn wir Indien verlassen ... und zwar nach dem Besuch der Himalaya Region. Leider hatten wir 70 km nördlich von Delhi einen Plattfuss (unseren ersten!), welcher unsere Fuhre zum Sturz brachte und die ganze Sache wegen auslaufendem Benzin Feuer fing. Die Bilder sprechen für sich.... Also standen wir auf der Landstrasse und hatten ausser unseren Kleidern und den Brustbeuteln mit Pass, Tickets und Traveller Schecks rein gar nichts mehr. 25 belichtete Filme von 4 1/2 Monaten Indien aufgelöst in Asche! Meine Frau hatte sich vom Sturz eine ausgerenktes Schultergelenk geholt und wir hatten Schürfungen. Zum Glück nichts Schlimmeres! Deswegen mussten wir uns zurück in Delhi in Spitalpflege begeben und kurz darauf das Land Richtung Schweiz verlassen. Ich verschenkte Lali Singh unsere komplett ausgebrannte Maschine, welche er später total neu aufgebaut und verkauft hat. Nach einem halben Jahr kam ein Brief von ihm mit Fotos von der restaurierten Bullet und schrieb mir, ich hätte von ihm noch 12'000 Rupien zu gut!!! Und dies, obwohl ich ihm die Enfield notariell verschenkt habe! 2 Jahre später holten wir unsere Himalaya-Tour nach. Es brauchte schon eine gewisse Zeit, bis wir dazu wieder bereit waren. Ein Brief an Lali Singh genügte und er stellte uns eine neue 500'er bereit. Diese Reise dauerte nur 4 Wochen und war genau so schön wie unsere erste Zeit in Indien. Zum Glück verlief alles problemlos. Uebrigens habe ich meine 12'000 Rupien nie von Lali erwartet oder verlangt. Mit diesem Geld hat unser lieber indischer Freund von sich aus die 500'er mit dem Flugzeug nach Zürich geschickt. In der Zwischenzeit habe ich sie nun 13 Jahre und fahre sie immer noch mit grosser Begeisterung und fühle mich immer wieder ein bisschen nach Indien versetzt, sobald ich das schöne Rumpeln des Motor's unter mir höre und fühle! |